Published by Marco Biewald on 23 Jan 2010
Käuflichkeit und Klientelpolitik? Peinlich, so was zu behaupten.
Wegen einer Spende der Substantia AG an die FDP wird derzeit über die Käuflichkeit der FDP Entscheidungen diskutiert. Diese Diskussion ist peinlich, für den, der diese Vorwürfe erhebt. Offenbart er doch seinen mangelnden Sachverstand:
1. Die FDP fordert seit Jahren einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für Hotel und Gastronomie. Nachlesen kann man dies z.B. im Wahlprogramm der FDP 2005, Seite 9 unten. Leider konnte die FDP erst 2009 in die Regierung eintreten und Ihr Programm in die Koalition einbringen.
2. Der reduzierte Mehrwertsteuersatz wurde im Bundestagswahlkampf auch von den LINKEN gefordert, siehe deren Wahlprogramm Seite 30.
3. Auch die Grünen forderten einen reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Hotels, und zwar forderten dies am 22.04.09 die Grünen im Bayrischen Landtag.
4. Die SPD hat in ihren “tourismuspolitischen Leitlinien” aus dem Jahr 1998 diese Maßnahme gefordert,
ohne dies jedoch in Regierungsverantwortung umgesetzt zu haben. Die SPD-Landtagsfraktion in
Bayern, hat am 18.01.2006 die bayerische Staatsregierung aufgefordert, ihren Einfluss gelten zu
machen, dass der ermäßigte Mehrwertsteuersatz für die Hotellerie und Gastronomie im Bund
eingeführt wird.
5. Die FDP hat diese Spende gemäß dem Gesetz innerhalb von zwei Tagen angezeigt. Kein Journalist hat etwas enthüllt, die Information war für jedermann zugänglich.
6. Und schließlich: Die spendende Substantia AG ist gar nicht an Hotels beteiligt.
Die FDP regiert, natürlich wird sie von allen Seiten angegriffen. Wer diese Vorwürfe der Käuflichkeit oder Klientelpolitik erhebt, muss sich für dieses peinliche Auftreten auslachen lassen. WIr können über soviel Unsinn nur schmunzeln, zeigt dies doch die Inkompetenz und Verzweiflung unserer politischen Gegner. Die FDP setzt um was sie gefordert hat, und bleibt konseqent. Wir bleiben standhaft, auch in stürmischen Zeiten!